Beitrag der R+W Textilservice Ausgabe März 2018 über die WätaS GmbH

Durch den Einsatz von Wärmetauschern zur Rückgewinnung von Abwärme aus Trocknern, Mangeln und Waschflotten können beim Erwärmen des Frischwassers beträchtliche Energiemengen eingespart werden. Der Investitionsbedarf ist überschaubar, so die Experten von WätaS.

In energieintensiven Branchen - u.a. in Wäschereien - kennt man die Marke "WätaS" (Wärmetauscher Sachsen GmbH). "Wir stellen Wärmetauscher, Wärmerohre und Rückkühler für den internationalen Markt her", erläutert Torsten Enders, geschäftsführender Gesellschafter. Nach vielen Jahren als Vertriebsleiter für Lüftungs- und Klimatechnik suchte er vor 14 Jahren eine neue Herausforderung. "Ich honnte den Markt gut einschätzen und sah eine Perspektive für die Entwicklung und Herstellung innovativer Energierückgewinnungstechnik", so Enders weiter.

Am Standort Pobershau im Erzgebirge gründete er einen Betrieb mit acht Beschäftigten. Fünf Jahre später standen hier bereits 100 Mitarbeiter in Lohn und Brot. "Das schnelle Wachstum unseres Unternehmens bildet deutlich den immensen Bedarf an Energiespartechnik ab", so der Geschäftsführer. WätaS wuchs stetig weiter und so wurde 2010 nach dem Erwerb eines leerstehenden Fabrikgebäudes mit einer Fläche von 7.500 m' die Produktion nach Olbernhau verlagert. Heute umfasst die Kundenkartei 6.000 Unternehmen im In- und Ausland, darunter auch viele Wäschereien von Klein- bis zu Industriebetrieben.

"In der Wäschereibranche haben Trockner, Mangeln und Dampferzeuger den höchsten Energiebedarf. Deswegen bieten sich hier interessante Ansätze für eine effektive und kostensparende Energierückgewinnung an", erläutert der Geschäftsführer. So könne zum Beispiel für das Erwärmen der Waschflotte teurer Strom gespart und stattdessen die Abwärme aus Trocknern und Mangeln genutzt werden. Sei die Rückgewinnung von Mangelabluft aufgrund des Wachsgehalts lange Zeit problematisch gewesen, habe man diese Herausfordemng mittlerweile durch großzügiger bemessene Lamellenabstände gelöst.

"Nach dem heutigen technischen Stand wird bei einer effektiven Abwärmenutzung mittels Wärmetauscher nur noch für den Mangelbetrieb Dampfenergie benötigt. Deswegen entwickelt die Industrie mittlerweile Dampferzeuger mit Leistungskapazitäten unter 100 kW, die unter solchen Voraussetzungen auch völlig ausreichen", unterstreicht Enders.

Das Unternehmen hat Lösungen für verschiedene Branchen entwickelt. In Wäschereien können Glattrohrwärmetauscher zur Rüchgewinnung von extrem verschmutzter Abluft und Abwasser, Lamellenwärmetauscher für die Nutzung der Mangelabluft sowie Gaskühler (,,Heat-Keeper") zur Wiederverwendung der Abgase aus Dampferzeugern eingesetzt werden. "Unter Anwendung des thermodynamischen Gegenstromprinzips wurde die Energieausbeute im Vergleich zu Wärmetauschern früherer Generationen noch einmal verbessert", erklärt der Geschäftsführer.

Gesellschaftliche Pflicht, Ressourcen zu schonen

Mit der gewonnenen Abwärme kann Frischwasser erwärmt werden. Wird es nicht sofort benötigt, kann man es zur späteren Nutzung in Puffern speichern. Dies verbessert nicht nur die Wirtschaftlichkeit der Produktionsprozesse. Im Hinblick auf die globale Erwärmung sei sogar die gesamte Gesellschaft verpflichtet, mit natürlichen Ressourcen sparsam umzugehen, appelliert der Unternehmer:"Niemand hat das Recht, 60 °C heißes Wasser zu entsorgen, anstatt die darin enthaltene Energie noch für weitere Prozesse zu nutzen."

Der Trend zur Branchenkonzentration mit immer größeren Wäschereibetrieben stellt die WätaS GmbH vor neue Herausforderungen: "Dieses Thema steht derzeit im Mittelpunkt unserer Entwicklungsarbeit. Zudem beliefern wir auch Färbereien und Textilveredlungsbetriebe mit Wärmerückgewinnungsanlagen. Wir untersuchen nun, wie man in diesen Branchen zurückgewonnene Energie für neue Prozesse nutzen kann", sagt der Unternehmer.

Für Interessierte hat die WätaS GmbH ein Anfrageformular vorbereitet, das von der Homepage heruntergeladen werden kann. "Es müssen nur die betriebsspezifischen Leistungsdaten des Luftvolumenstroms, von Temperaturen, Pumpen, Dampf etc. eingetragen werden. Die Daten sind Grundlage für optimale Lösungsvorschläge", erläutert Enders. Die Installation erfolgt durch einen Klempnermeister am Standort des Kunden. ,,Unsere Geräte sind leicht in Eigenleistung zu reinigen und zu warten", so der Geschäftsführer weiter. Der Kostenaufwand sei überschaubar: "Für kleinere Betriebe genügt eine Investition im vierstelligen Bereich, die sich schnell amortisiert. Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Optimierung der Energieeffizienz förderfähig."

Autor: R+W Textilservice - Reinhard Wylegalla

 

Den kompletten Artikel finden Sie unter folgendem Link:
Artikel der R+W Textilservice 03-2018

 

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